Nachrichten aus der Pfarrei St. Katharina von Alexandrien

Pfarrbrief »miteinander unterwegs«


Dezember 2017 / Januar 2018

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Liebe Leserinnen und Leser!


Was genau feiern wir eigentlich an Weihnachten 2017? Die Geburt Jesu, ist doch klar, oder? Ich denke, das ist nicht allgemein klar! In unserer Zeit darf und muss sich jeder selbst fragen, welche Deutung und Bedeutung er Weihnachten gibt, was und wie er feiert.
Unser Weihnachtsfest heute ist ein bunter Strauß: Fest der Liebe, des Friedens, der Familie, des Schenkens, ein Lichterfest in der Dunkelheit, Gott wird in Jesus Mensch, schöne freie Zeit ...

Wie gefeiert wurde und was damit zum Ausdruck kam, hat sich im Laufe der Geschichte immer wieder verändert. In der frühen Christenheit dachte noch niemand daran, die Geburt Jesu zu feiern. Einzigartig wie die Sonne war das Osterfest, die Feier des besiegten Todes und des auferstandenen Herrn. Erst um das Jahr 300 entwickelte sich die Feier der Geburt Jesu. Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember seit 336 in Rom belegt. Wie es zu diesem Datum kam, ist nicht endgültig geklärt. Diskutiert wird eine Beeinflussung durch den römischen Sonnenkult: Kaiser Aurelian hatte den 25. Dezember 274 als reichsweiten Festtag für Sol Invictus festgelegt; zwischen diesem Sonnengott und »Christus, der wahren Sonne« (Christus verus Sol) zogen frühe Christen Parallelen.

Seither symbolisiert Weihnachten als Fest der Geburt Jesus, DIE Wintersonnenwende der Weltgeschichte, die in allen Auf- und Niedergängen (auch den eigenen) die Gewissheit geben sollte, dass die Dunkelheiten des Lebens keine endgültige Macht besitzen.
Anfänglich war die Adventszeit eine strenge Fasten- und Bußzeit; den Brauch des Schenkens verlegte erst Martin Luther auf das Christfest; Krippendarstellungen führte Franz von Assisi ein; geschmückte Tannenbäume gibt es seit dem 17. Jahrhundert, den Adventskranz erst seit 1836. Und heute ist geselliger Trubel in hell erleuchteten Städten Brauch. Was besser oder schlechter ist, das möchte ich nicht beurteilen. Ich darf entscheiden, wie ich Weihnachten lebe.
Dabei hilft mir gerade der Erneuerungsprozess, den unser Erzbischof aus unterschiedlichen Gründen angestoßen hat. »Herr, erneuere deine Kirche und fange bei mir an«. In mir soll Christus geboren werden.

Wessen ich gewiss sein darf und welche Haltung sich daraus ergibt, die mich und vielleicht auch Sie als Christinnen und Christen im Norden weihnachtlich sein lässt, über das Fest hinaus, finde ich in dem im Erneuerungsprozess erarbeiteten Orientierungsrahmen. Es lohnt zu lesen und darüber zu sprechen! (Download S.15-16)
Leidenschaftlich sucht er (Gott) die Beziehung zum Menschen und zur ganzen Schöpfung. Wir glauben: Gott hat Interesse und Freude an den Menschen, so unterschiedlich sie auch sind. . . . Jesus Christus selbst. Er ist der Missionar Gottes, das heißt: Er ist vom Vater gesandt und verkörpert die Sendung Gottes, zu lieben, zu heilen, zu vergeben, zu trösten, zu ermutigen und zu befreien.

Unsere Mission bringt Menschen mit der Liebe Gottes in Kontakt. Sie dient den Menschen. Wir leben unsere Mission unabhängig von der Erwartung, dass Menschen sich der Kirche zuwenden. Unsere Mission als Christinnen und Christen ist es, einladend und gastfreundlich zu sein. Als Kirche mit offenen Türen sind wir missionarisch.

In diesem Sinne wünschen wir allen gesegnete und frohe Weihnachten


Maria Kettmann


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