Nachrichten aus der Pfarrei St. Katharina von Alexandrien

Pfarrbrief »miteinander unterwegs«


Dezember 2016 / Januar 2017

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Geschafft!?


»Mit der neuen Orgel erklingt nun Musik zur Freude der Menschen und zur Ehre Gottes« , schrieb Pfarrer Langer in seinem Grußwort anlässlich der Orgelweihe am 2. Adventssonntag 2014. Und weiter: »Viele Menschen haben sich in der gesamten Pfarrei St. Katharina für dieses Projekt engagiert. Es ist Zeit investiert, es sind kreative Ideen entwickelt und in die Tat umgesetzt worden, so dass wir heute einen weiteren Höhepunkt im Leben der Pfarrei erreicht haben.« Für Herz Jesu war die Orgel auch so etwas wie ein Geschenk zum 60-jährigen Kirchjubiläum, denn unsere Kirche wurde 1956 geweiht!

Als der Kirchenvorstand von St. Katharina im Frühjahr 2014 das Orgelprojekt Herz Jesu beschloss, war eines klar: Die gesamten Kosten mussten von der Pfarrei aufgebracht werden, undenkbar aus dem laufenden Etat. Darum hieß es: Ärmel hoch gekrempelt und ran an die Arbeit – eine Herausforderung für die AG Fördern! Ziel war es, bis zur Gründung des pastoralen Raums Ende 2016 eine 100%-Finanzierung auf die Beine zu stellen. Die Gründung des pastoralen Raums lässt immer noch auf sich warten, nicht aber der Abschluss des Orgelprojektes Herz Jesu. Nicht ohne Genugtuung können wir in diesen Pfarrbrief die freudige Nachricht aufnehmen: Es ist geschafft!

Die Gesamtkosten in Höhe von 47 557,68 € sind finanziert. Zwar stand bei Redaktionsschluss des Pfarrbriefes das Endergebnis des Spendenlaufs und der letzten Orgelkollekte noch nicht fest, jedoch dank einer Spendenzusage für einen eventuellen Rest dürfen wir das stolze Ergebnis bereits jetzt verkünden.

Und das alles haben wir vor allem Ihnen zu verdanken! Es war einfach großartig, wie die Pfarrei mitgezogen hat. Was wären all die kreativen Ideen, die Pfarrer Langer anführte, wert gewesen, wenn Sie die Ideen nicht aufgegriffen und in die Tat umgesetzt hätten! Dank an alle, die zum Gelingen in irgend einer Weise beigetragen haben!

Als die AG Fördern ihr Fundraising-Konzept überlegte, stand fest: Es muss ganz anders sein als Fundraising im profanen Bereich. Fundraising in St. Katharina erfordert, die Eigenkräfte der Gemeinden herauszufordern; erfordert auch, nach außen hin als Gemeinde wahrgenommen zu werden. Und beides ist gelungen. Das Fundraising beschränkte sich nicht nur darauf, Spenden einzuwerben, sondern verknüpfte Spenden mit innovativen Aktionen, die das Gemeindeleben befruchteten und das Selbstverständnis der Gemeinden beförderten. Eine Dokumentation hierüber ist in Vorbereitung.

In seinem Grußwort zur Orgelweihe schrieb Pfarrer Langer auch: »Möge der Klang ihrer Pfeifen die Herzen der Menschen erobern und alle Mühen und Kontroversen im Vorfeld in Freude verwan-deln.« In der Tat, das Projekt war nicht unumstritten – wie hätte es das auch sein sollen. Manch einer argumentierte: »Es gibt in unseren Gemeinden wichtigeres zu tun, konzentrieren wir uns darauf.« Darum war es auch ein Anliegen der AG Fördern, Menschen für das Projekt zu begeistern, die zuvor nicht in der Gemeinde »aktiv« waren. Glücklicherweise blieb uns eine Situation wie beim Bau der Herz-Jesu-Kirche vor 60 Jahren erspart. Hierzu lesen wir in der Chronik von Herz Jesu: »Da zu jener Zeit die Beschaffung von Geldmitteln für einen Kirchenbau sehr schwierig war, musste Pastor Mielke seine Zeit besonders zur Besorgung von Spenden [. . .] einsetzen.« Pastor Mielke hat damals quasi im Alleingang fast 50 000 DM von insgesamt 152 969,66 DM (Kirche und Pfarrhaus) aufgetrieben. Es wundert daher nicht, wenn man weiter liest: »Dass darunter eine geordnete Seelsorgsarbeit leiden musste, ergibt sich von alleine. Spannungen und Verdächtigungen in der Gemeinde brachten es dahin, dass Herr Pastor Mielke vor Weihnachten 1957 Halstenbek verließ.« Die AG Fördern hat ganz bewusst den Pfarrer aus dem Spiel gelassen (abgesehen von Unterschriften), damit dessen Zeit für pastorale Aufgaben nicht noch knapper wurde. Möge es auch in der Gegenwart so sein, wie Pastor Ziegler (ab 1. April 1958 in Halstenbek) später in der Chronik schrieb: »So beruhigten sich bald die Gemüter und es kehrte Harmonie ein.«

Es ist noch nicht ganz geschafft!
Viele von uns haben vermutlich vergessen, dass zuvor der Orgelbauverein St. Michael Pinneberg Fundraising für die Orgel in St. Michael betrieben hatte. Obwohl die Orgel in Pinneberg noch nicht voll finanziert war, hat der Orgelbauverein seine Werbemaßnahmen für das Pinneberger Projekt konsequent unterbrochen. Zwei Orgelprojekte gleichzeitig hätten in der Tat die Pfarrei überfordert. Der Orgelbauverein hat aber seine gesamte Erfahrung in das Herz-Jesu-Projekt eingebracht, ein wichtiger Beitrag zu dessen Gelingen. Auch hierfür ein herzliches Dankeschön! Jetzt, nachdem das Herz Jesu Projekt abgehakt ist, wird der Orgelbauverein den Endspurt für die St.-Michael-Orgel einläuten. Das Ziel ist es, bis Ende 2017 die Restfinanzierung in Höhe von 10 654,13 € sicherzustellen. Dann geht der pastorale Raum wohl an den Start, und zu diesem Termin ist auch das letzte der zinsfreien Darlehen, die von den Gemeindemitgliedern für die Orgel in St. Michael eingeräumt wurden, zurückzuzahlen. Das heißt, im kommenden Jahr wird es in beiden Kirchen nochmals eine Kollektenserie geben, diesmal aber – wieder - für St. Michael. Bislang waren bei allen Kollekten für beide Orgeln in der Pfarrei die Ergebnisse zu Gunsten der jeweils anderen Orgel ein substantieller Beitrag. Wir hoffen, dass auch bei dieser letzten »Orgelanstrengung« in der Pfarrei St. Katharina das Zusammengehen wieder einen großen Erfolg zeigen wird. Die nächste Kollekte für die Orgel in St. Michael findet am 21./22. Januar statt.

Der Ortsausschuss Herz Jesu übrigens wird den Einsatz von St. Michael mit einem Orgelfrühstück in 2017 zu Gunsten der St.-Michael-Orgel würdigen. Dieses möchte der Orgelbauverein St. Michael mit einem musikalischen Rahmenprogramm begleiten. Ein im wahrsten Sinne des Wortes »konzertanter Schmaus« wartet dann auf die Menschen aus beiden Gemeinden, auf die aus Herz Jesu, Halstenbek, genauso wie auf die aus St. Michael, Pinneberg!

Und dann, an einem Wochenende im Advent 2017, fünf Jahre nach der Orgelweihe in St. Michael Pinneberg und drei Jahre nach der Orgelweihe in Herz Jesu Halstenbek, soll das gemeinsame große Werk mit einem Orgelfest einen würdigen Abschluss finden: Je ein Orgelkonzert in Pinneberg und eines in Halstenbek (am Samstag und am Sonntag?) soll die je eigene tonale Charakteristik und stilistische Stärke unserer beiden wunderschönen Orgeln präsentieren. Freuen wir uns, in Dankbarkeit für jede Unterstützung, auf diesen abschließenden Orgelmarathon!



Georg Zimmerer und Walter Kosmale


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