Nachrichten aus der Pfarrei St. Katharina von Alexandrien

Pfarrbrief »miteinander unterwegs«


Februar 2015

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Orgelspiel und Saitenklang


Das Konzert des Ehepaars Petendi aus Bamberg und des 1. Vorsitzenden des Orgelbauvereins, Ansgar Springub, am 23. November 2014 in St. Michael erbrachte 520 € Spenden für die Orgel! Den Spendern und den Künstlern sei herzlich Dank gesagt. Der Etat der Pfarrei ist damit in den letzten drei Jahren durch Benefizveranstaltungen um mehr als 5 000 Euro entlastet worden.
Die selten zu hörende Kombination von erstklassigen Streicherklängen mit den herrlichen Klangfarben der Orgel war ein Erlebnis. Ansgar Springub eröffnete das Konzert auf der Orgel mit einem Präludium von Johann Sebastian Bach. Nach dem Adagio aus einer Violinsonate von Corelli spielten Orgel und Violine das beliebte Largo aus der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel. Wie hier ein sanfter Geigenklang die Melodie im Legato in die Orgelakkorde hinein webte, war ein Genuss zu hören. Die Irische Meditation für Orgel von Andreas Willscher bezauberte mit Volksliedklängen. Im folgenden Werk von Vitali wurden virtuose Klänge bis in die hohen Lagen der Geige verlangt. Kein Problem für einen Musiker, der bis zu seinem Ruhestand Mitglied eines deutschen Spitzenorchesters war. Das Ehepaar Petendi bewies in den folgenden Stücken, dass sowohl Klänge eines Komponisten unserer Zeit wie auch die eines Meisters aus dem Barock im gegenseitigen Wechselspiel der Geigen besondere Nuancen und Kräfte entwickeln. Bei einem Rondo von Wolfgang Amadeus Mozart – für das Publikum ein Höhepunkt des Abends – spielten sich Violine und Bratsche die Tonfolgen zu. Dass die Orgel über ein beachtliches Trompetenregister verfügt, zeigte sich in dem auf zwei Manualen gespielten Voluntary I von Stanley. Majestätisch und mit großer Klangpracht spielte Ansgar Springub zum Abschluss ein Allegro von Mendelssohn Bartholdy.


Die 70 Besucher des Konzerts dankten mit langanhaltendem Applaus und großen Spenden. Sie waren auch dankbar dafür, dass eine Video-Übertragung die Orgel und die Geige während des gemeinsamen Musizierens auf der Empore in das Blickfeld des Publikums rückte. Auf der weißen Wand über der Sakristei-Tür war in ausgezeichneter Bildqualität das Musizieren mit zu erleben.



Wolfgang Spautz


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