Nachrichten aus der Pfarrei St. Katharina von Alexandrien

Pfarrbrief »miteinander unterwegs«


Juli/August 2013

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»Light and Dreams«


Lux Aeterna »Licht und Träume« – im übertragenen Sinn »Tag und Nacht«, lautete das Leitwort des Benefizkonzerts des Orgelbauvereins am 2. Juni. Das Hamburger Vokal­ensemble Lux Æterna unter der Leitung von Andreas Cessak entführte die gut 100 Besucherinnen und Besucher musikalisch und textlich an einem lauen Sommernachmittag an die Grenze zwischen Helligkeit und Dunkelheit.

Im Zentrum des Konzerts stand das »Nunc dimittis«. In dieser Episode aus dem Lukas-Evangelium erkennt der greise Simeon Jesus als den Messias, preist Gott und nimmt mit den Worten »Herr, nun lässest Du Deinen Diener fahren« Abschied von der Welt. Der Text in der Übersetzung von Martin Luther zeigte in drei unterschiedlichen Interpretationen die Variationsfülle von Lux Æterna einerseits und andererseits die musikalische Ausdrucksfähigkeit von Komponisten verschiedener Epochen. Die Vertonung von Josquin Desprez in der uns heute archaisch und zugleich elementar-grandios anmutenden Tonsprache des 15. Jahrhunderts harmonierte mit dem sphärenhaft anmutenden Nunc Dimittis des zeitgenössischen estnischen Komponisten Arvo Pärt. Dagegen stand, gewissermaßen als kontrapunktischer Markstein, die szenisch-dramatisch i angelegte frühbarocke Komposition von Heinrich Schütz.

Den Gegensatz von Tag und Nacht und damit metaphorisch auch von Tod und Leben unterstrichen zudem Texte unter anderem von Andreas Gryphius, Theodor Fontane und Matthias Claudius’ berühmtes »Der Mond ist aufgegangen«.

Nach begeistertem Applaus und einer Zugabe fanden sich in den Spendenkörben 587 Euro. Damit brachte das Konzert mit Lux Æterna so viel wie bisher kein anderes Benefizkonzert für das Orgelbauprojekt ein. Das nächste Benefizkonzert findet am 14. Juli um 17 Uhr in St. Michael statt. Der Titularorganist des Straßburger Münsters, Pascal Reber, wird dann Orgelwerke aus verschiedenen Jahrhunderten interpretieren.

Peter Kleinort




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