Nachrichten aus der Pfarrei St. Katharina von Alexandrien

Pfarrbrief »miteinander unterwegs«


November 2012

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Schülp


Schülp ist ein kleines Dorf am Nord-Ostsee-Kanal. Mitten zwischen dem Startpunkt des Achter-Rudermarathons an der Breiholzer Fähre und dem Zielpunkt unter der Rendsburger Hochbücke. Auf der halben Strecke des »härtesten Rudermarathons der Welt«. Als die Weltmeister-Achter am 30. September bei Schülp die Hälfte der 12,7 km langen Strecke hinter sich gebracht hatten, wussten sie, was sie geleistet hatten: Sie waren mit großer Begeisterung angetreten, hatten in großer Harmonie einen perfekten Start hingelegt und konnten mit endspurtverdächtiger Schlagzahl schon bald die Konkurrenten unter lautem Jubel von Zehntausenden hinter sich lassen.

Und dann kommt bald das Ziel in Sicht die Hochbrücke. Was zählen da schon der krumme Rücken und die kaputte Hand?

Aber was haben wir mit dem Rudermarathon gemein?

Vor zwei Jahren haben wir mit Euphorie unser Orgelprojekt gestartet. Wir sind in großer Gemeinsamkeit beider Standorte der Pfarrei auf den Finanzierungsmarathon gegangen, wurden durch Kollekten, Spenden, Benefizveranstaltungen und nun auch noch durch ein großes Vermächtnis beflügelt und haben deshalb schon jetzt man mag es nicht für möglich halten die halbe Strecke zurückgelegt.

So konnte die fällige dritte Rate in Höhe von 22.000 Euro auch mittels der zinslosen Darlehen ohne Rückgriff auf die Gemeindereserven beglichen werden. Gleichzeitig hat der Spendenstand mit 75.714,56 Euro die 50%-Marke der geschätzten Gesamtkosten von 150.000 Euro überschritten. Allen sei ein sehr herzliches Dankeschön ausgesprochen. Das Ziel kommt in Sicht, die restaurierte Orgel!

Vor wenigen Tagen ist unsere erweiterte Orgel, in viele Teile zerlegt, wieder in unserer Kirche angekommen. Die Fotos deuten an, wie viele Teile doch in das recht kleine alte Gehäuse passen müssen. Zum 3. Adventssonntag ist es in der Oberfläche und dem schmückenden Schleierwerk überarbeitet, die Orgel erstrahlt in neuem Glanz und weckt die Vorfreude auf die Orgelweihe.

Dann wird der Organist an dem alten Spieltisch mit seinem neuem Innenleben die wieder nach altem Konzept intonierten Pfeifen zum Klingen bringen. Von da an werden wir bei der Begleitung des Gemeindegesanges und auch bei konzertanter Orgelmusik das künstlerische Werk des Orgelbauers und gleichermaßen das Ergebnis unseres bisherigen finanziellen Engagements genießen können.

Und was unterscheidet unseren Marathon von dem der Ruderer?

Die Ruderer lassen im Ziel die Riemen fallen, dehnen den Rücken und pflegen die wehen Hände. Wir aber haben nach der Orgelweihe noch einmal eine Spendenstrecke gleicher Länge vor uns. Doch: Nach den Erfahrungen der letzten zwei Jahre schreckt uns das nicht, im Gegenteil, nun wird der Jubel der neuen Orgel unser weiteres Bemühen befördern!



Walter Kosmale




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