Nachrichten aus der Pfarrei St. Katharina von Alexandrien

Pfarrbrief »miteinander unterwegs«


März/April 2008



Die Geschichte von der kleinen Kathi – oder von Hilfe in Zeiten des Mangels


Nein, ein Wunschkind war die kleine Kathi wirklich nicht! Und die Eltern, eingefleischte Singles, hätten im Traum nicht daran gedacht, ihre Unabhängigkeit aufzugeben, wenn nicht der gemeinsame Chef den Geldhahn für zwei von ihren drei Haushalten zugedreht und ein Zusammenrücken in einer WG angeordnet hätte. Das ergab eher eine Zwangshochzeit als eine Liebesheirat. Von Zuneigung konnte also zunächst keine Rede sein. Die entstandene Schicksalsgemeinschaft führte aber schließlich doch dazu, dass jeder von beiden sich bemühte, Verständnis für die Lage des anderen aufzubringen. So lernten beide Seiten im Laufe der Zeit, sachlich miteinander umzugehen. Und dann wurde Kathi geboren.

Von da an hatte man häufig miteinander zu tun und Kathi – nun ja, wer kann schon auf die Dauer dem Charme des Aufbruchs, der Entwicklung, des Fortschritts widerstehen – sorgte auf ihre eigene Art für überraschende Annäherung.

»Wie können wir die Kleine unterstützen, sie ist ja wirklich nicht auf Rosen gebettet? Vom Chef kann sie keine größere Unterstützung erwarten; er sagt doch immer, dass er selbst nicht genügend Geld hat. Später soll Kathi aber eine gesicherte Existenz haben, soll wachsen und sich in all ihren Fähigkeiten entfalten. Hat sie schon ein Sparbuch?« »Nein, lass uns lieber den Eltern unter die Arme greifen, jedenfalls für die nächsten Jahre, bis Kathi volljährig geworden ist.« »Was, den Eltern aus Pinneberg und denen aus Halstenbek?« »Nun lass man, sie sind doch gar nicht so übel und inzwischen macht das doch auch richtig Spaß mit ihnen. Und guck doch an, wie die beiden sich an Kathi freuen und auch selbst nett zueinander sind. Man könnte fast meinen, die haben sich jetzt lieb.«


Als Teile der Pfarrei St. Katharina sind die Gemeinden in Pinneberg und in Halstenbek die Träger der pastoralen Arbeit vor Ort. Seelsorge findet hier statt, soziale Arbeit, Katechese. Die wirtschaftliche Basis für diese Arbeit, Geld für Gebäude, Personal und Sachen kommt vom Bistum und von den Mitgliedern der Gemeinden. PräsenterOhne diese freiwilligen Beiträge durch Kollekten, Kirchgeld und Förderverein ist schon heute der Erhalt der Pfarrei nur sehr schwer vorstellbar! Es ist nicht zu erwarten, dass auf Dauer das Geld aus den Kirchensteuern reichlicher fließt, und sicher ist auch, dass die Kosten ständig steigen werden. Um in dieser angespannten Situation noch wirksamer zusammenzuarbeiten, haben die Vertreter der Gemeinden im Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat beschlossen, Ihnen das Thema »Finanzen« unter dem einheitlichen Dach der Pfarrei St. Katharina näher zu bringen.

In Zukunft wird Sie also »die Pfarrei« in beiden Gemeinden mit dem gleichen Konzept um ihre Unterstützung bitten:
um Ihre Beiträge für die Kollekten, die in Pinneberg und Halstenbek für die jeweils gleichen Zwecke durchgeführt werden,
um Ihre Teilnahme am Kirchgeld Pinneberg und
um Ihre Unterstützung des Fördervereins Halstenbek durch Ihre Mitgliedschaft oder Einzelspende.


Informationen über das freiwillige Kirchgeld Pinneberg und den Förderverein Herz Jesu, Halstenbek, sowie entsprechende Teilnahmeerklärungen finden Sie in allen Kirchen am Schriftenstand in dem Präsenter »Mehr Aus(f)gaben für die Pfarrei«.

Darüber, wie und für welche Zwecke Sie die Gemeinden unterstützen können und welche Erträge Ihre Beiträge erbracht haben, werden Sie durch Aushang in den Kirchen, durch Informationen im Gemeindebrief und auf speziellen Seiten im Internet unterrichtet werden. Dazu wird es eine einheitliche und gleich gestaltete Rubrik »Finanzen in der Pfarrei St. Katharina« geben. Dort sind dann immer die Informationen für beide Gemeinden zu finden.

Und vielleicht wird dann in gar nicht so ferner Zukunft nicht nur ein einheitliches Informationskonzept zu den Spenden in der Pfarrei praktiziert, sondern den Mitgliedern beider Gemeinden wird es zur Selbstverständlichkeit geworden sein, für die Pfarrei selbst zu spenden. Für den jeweiligen Zweck oder zum Nutzen aller. Zu einer Zeit, wenn Kathi volljährig geworden sein wird!

Walter Kosmale


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