Pfarrei St. Katharina von Alexandrien, Pinneberg


Abschiedsgottesdienst und Profanierung von St. Pius


Fotos von beiden Gottesdiensten im Anschluss an diese Berichte.


Abschiedsgottesdienst vor Profanierung in St. Pius, Pinneberg

Am 25. April trafen sich in der St.-Pius-Kirche in Pinneberg über 350 Gemeindemitglieder, um in einem Festgottesdienst von ihrer Kirche nach 50 Jahren Abschied zu nehmen.

Das Festhochamt in der überfüllten Kirche begann und endete mit Stücken für Trompete und Orgel aus der Suite D-Dur und der Feuerwerksmusik von Händel, gespielt von Daniel Edelhoff, Qatar Philharmonic Orchestra, und Andreas Willscher, Hamburg. Bei der musikalischen Gestaltung wirkten auch die Gemeindeband „Kreuz und Quer“ mit neuen geistlichen Liedern und der Kirchenchor mit Stücken von Haydn, Mendelssohn Bartholdy und Gounod mit.

In seiner Predigt betonte Pfarrer Dr. Bernd Wichert, dass die Schließung des Gotteshauses aus toten Steinen nicht das Ende der Gemeinde sein darf, sondern dass wir alle lebendige Steine sind und damit die Chance zum Weiterleben haben.

Beim abschließenden Empfang gab es für alle Gottesdienstteilnehmer noch einmal die Gelegenheit, im alten Gemeindehaus das letzte Mal den Kontakt zu pflegen und miteinander über Vergangenheit und Zukunft zu sprechen.


Letztes Hochamt zur Profanierung der St.-Pius-Kirche

Erzbischof Dr. Werner Thissen feierte am 30. April zusammen mit vielen Gläubigen aus der Pfarrei St. Katharina, Pinneberg, in der bis auf den letzten Platz besetzten St.-Pius-Kirche ein festliches Hochamt als Abschiedsgottesdienst.

In seiner Predigt betonte Thissen, dass bei Kircheinweihungen immer der Bischof da sei, deshalb sei es ihm wichtig gewesen, auch persönlich zu dem schmerzlichen Abschied von einem Kirchengebäude zu kommen. In der gefühlvollen Ansprache verglich er den Akt der Profanierung mit einer Beerdigung, die schmerzvoll sei, aber der Schmerz über die Schließung könne gemeinsam ertragen werden. In einer Todesanzeige habe er den Spruch gefunden: „Wir wollen nicht trauern, weil wir sie verloren haben, sondern danken, dass wir sie hatten.“ Mit dem ersten Teil dieser Aussage war der Erzbischof nicht einverstanden – der Akt der Profanierung, der Abschied von St. Pius sei tatsächlich ein Grund zum Trauern. Wichtig aber sei der zweite Teil des Spruches: Dankbarkeit für ein Gotteshaus, in dem viele Menschen wesentliche Stationen ihres Lebens erfahren durften. Dankbarkeit für die Kontinuität, die durch die Mitnahme der Reliquien von der heiligen Maria Goretti und dem heiligen Sebastian und durch die Mitnahme vieler sakraler Gegenstände wie zum Beispiel Altarkreuz, Marienfigur oder Kreuzweg nach St. Michael entsteht. Zum Schluss bekräftigte der Erzbischof die Wichtigkeit der Petrusworte aus der Lesung: „Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufbauen.“

Nach dem Verlesen der Profanierungsurkunde wurde das Allerheiligste aus der Kirche getragen, das Ewige Licht gelöscht und der Tabernakel geöffnet – Zeichen dafür, dass die St.-Pius-Kirche nun kein Gotteshaus mehr ist.

Im Anschluss an das Hochamt nutzten viele Gottesdienstbesucher die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Erzbischof, so dass die geplante Gesprächsrunde mit den Gremien der Pfarrei erst mit großer Verspätung begonnen werden konnte.


Elmar Stolper

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