Pfarrei St. Katharina von Alexandrien, Pinneberg




Pius-Kirche und Gemeindehaus liegen in Schutt und Asche


Herzzerreißend war es für alle Pinneberger, mit ansehen zu müssen, wie am 27. Juli die Abrissbagger kamen, um der St.-Pius-Kirche auf den Leib zu rücken. Um wie viel mehr noch schlug das Herz der Gemeindemitglieder von St. Pius mit Hochdruck. Eigentlich hatte ich mit einem früheren Abrisstermin gerechnet; sollte die Kirche doch nicht lange ungenutzt dastehen. Drei Monate waren seit dem festlichen Abschied Ende April vergangen. Nun war es plötzlich, unangekündigt und für viele auch unerwartet, so weit. Eine Information über den Abrisstermin gab es nicht. So konnten auch keine Vorbereitungen getroffen werden, die endgültige Aufgabe des Standortes in irgendeiner Weise seelsorgerlich zu begleiten. Im Vorfeld hörte ich nur, der Käufer sei nicht verpflichtet, uns von seiner Terminplanung zu unterrichten.

Die Bagger kamen dann just in dem Moment, als auch noch das Pfarrbüro wegen Ferien die Türen geschlossen hatte. Und so setzten die Arbeiter der Demontagefirma wahrscheinlich nicht nur dem Turm mit gewalttätigen Greifarmen zu, sondern auch den Herzen unzähliger Passanten, die unvorbereitet in die Feldstraße kamen, darunter auch viele unserer Gemeindemitglieder.

Kirche und Gemeindehaus waren sich selbst überlassen. Der Turm wehrte sich heftig, aus dem Stadtbild des Quellentals zu weichen. Alle Versuche, den Abriss zu verzögern, scheiterten. Zwischenzeitlich stoppten zwar die Arbeiten wegen einer angeblichen Asbeststaubgefährdung; das Leiden wurde indes nur verlängert. Die Steine mussten schließlich aufgeben.

Ich habe viele Gemeindemitglieder noch am 27. Juli über den bevorstehenden Abriss informiert. So gelang es, wenigstens einige Fotos für die Chronik zu schießen. Ein Foto können Sie auf der nächsten Seite sehen, weitere Bilder finden Sie unter www.skpi.de, Aktuelles. Vielen Dank an alle, die sich beteiligten, um der Nachwelt diese schmerzlichen und denkwürdigen Eindrücke zu erhalten.

Der Verlust des Standortes St. Pius ist schwer zu verkraften. Ich hoffe, Sie konnten sich in den vergangenen drei Jahren auf diese einschneidenden Veränderungen vorbereiten. Eine solche »Operation« am Herzen der Pfarrei ist für alle Beteiligten neu gewesen. Hinzu kommt, dass die Operateure überwiegend ehrenamtlich Tätige sein mussten, die bisher keine Erfahrungen mit der Auflösung eines Kirchenstandortes hatten. Professionelle Hilfe gab es nicht. So bleibt mir die Hoffnung des Propheten Ezechiel, der da voraussagt, dass unser Leben stets eine Erneuerung erfahren wird: »Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch« (Ez 11,19). Die Umbrüche in unserer Pfarrei mögen dazu führen, dass wir katholischen Christen in Pinneberg und Halstenbek uns Gott neu öffnen und er uns ein neues, lebendiges Herz aus Fleisch schenken wird.


Guido Nowak, Diakon

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